Erik „Puschi“ Harbardson – 

der besoffene Barfußbarde, Schänder schöner Töchter und Kommandant der Abtrünnigen

Geboren: Auf einer fernen Insel im eisigen Norden

Rufname: Puschi

Rang bei den Abtrünnigen: Kommandant

Alter: unbekannt

Vorgeschichte: Erik Harbardson, so lautete sein wahrer Name, tauchte einst in der florierenden Handelsstadt Haithabu auf, um im Schmelztiegel der Kulturen seinen Durst nach Abenteuern zu stillen. Woher er kam und wohin er wollte, wusste niemand, vielleicht nicht einmal er selbst. Nach einem Winter des Singens und des Streitens, des Trinkens und Tanzens, als kein Wirt ihm mehr Zuflucht gewährte und kein Weib mehr nach seiner Nähe gierte, verstummte die wohl gehütete Laute, die er stets bei sich trug, vorerst.

Zu dieser Zeit regte sich im Norden etwas, was die Welt der bärtigen Nordmänner für immer veränderte. Reiche Kaufleute erkannten die Chance über unentdeckte Pfade in den Osten vorzudringen. Dabei waren abenteuerlustige Männerbünde die erste Vorhut, die sich einen Weg über die slawischen Flüsse hinab, nach Konstantinopel und weiter, bahnten. So fand es sich, dass Erik sich einer dieser Reisegruppen anschloss, um sein Glück ein weiteres Mal in der Ferne zu suchen.

Monatelang bahnten sich die Männer einen Weg über Dnjepr und Newa, bis eines Tages ein fernes Land im Süden erreichten. Wenige Tage nachdem sie das Salzmeer überquerten, kamen sie an einen Ort, an dem man ihresgleichen noch nie gesehen hatte.

Konstantinopel, die goldene Stadt des Oströmischen Kaisers, das wohlhabende Zentrum der byzantinischen Welt. Doch nicht alles dort war aus Gold. Trug und Verschwörung hatte das „Neue Rom“ empfindlich geschwächt. In der dunkelsten Stunde bat der byzantinische Kaiser Basileios II. seine slawischen Verbündeten um Hilfe. Und der Kiewer Großfürst Wladimir I. sendete im Jahre 998 als Antwort, die tapfersten Krieger der damals bekannten Welt: Die Wikinger. Ein 6.000 Mann starkes Warägerheer brach, nur wenige Wochen nach Eriks Abfahrt in Haithabu auf, um den byzantinischen Herrscher vor seinen Feinden zu schützen.

Diesen Männern schloss sich Erik nach kurzer Zeit an und diente dem Kaiser fünf Jahre lang mit bedingungsloser Loyalität in dessen Leibgarde. Schnell hatte er den Rang eines Hauptmanns inne, und lernte eine Schar zu kommandieren und Politik zu verstehen.

Nach dem Ableisten seiner Pflicht und mit Gold gefüllten Taschen, machte sich Erik auf, um in seine Heimat zurückzukehren. Doch das Schicksal führte ihn diesmal über andere Pfade gen Norden. So kam es, dass er sich im Heiligen Römischen Reich im Lande der Bayern wiederfand, als er, von Räubern seines Geldes beraubt, einem kleinen Haufen Söldnern begegnete. Diese Söldner und Ausgestoßenen nahmen Erik auf und machten ihn zu einen von Ihnen:

Einen Abtrünnigen.

Seitdem kämpfte Erik an der Seite der Schar und verdiente sich den Respekt und die Freundschaft seiner Kameraden. Nach dem Verschwinden des einstigen Hauptmannes in einer eisigen Winternacht, machten sie ihn schließlich zu ihrem neuen Kommandanten. Diesem Kommandanten folgen sie bis heute, die Abtrünnigen. Vogelfrei und wild, doch niemals allein.

Und so kam es, dass man ihn nur noch selten Erik nannte, denn dieser Name gehörte einem jungen unerfahrenen Nordmann, der auf Abenteuerfahrt ging. Vielmehr beschreibt ihn sein Titel, seine Person und seine Taten: Erik „Puschi“ Harardson, der besoffene Barfußbarde, Schänder schöner Töchter und Kommandant der Abtrünnigen…

Und seine Laute kann man noch heute an so manchem Feuer hören, sofern der Met süß und die Frauen schön sind…

~aus der Harbardsonsaga~

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