Marian

Marian kam nach langer Wanderschaft aus dem Exil zurück und fand sein Zuhause nur noch in Ruinen vor. Die verkohlten Reste seines Elternhauses waren bereits von Unkraut überwuchert und nur wenig erinnerte an die einst so mühselig errichtete Siedlung im eisigen Brattahlíð. Vor fünf Jahren waren sie nach Vinland aufgebrochen, um an der Seite Leif Eriksons Vinland zu erkunden, doch diese fremde Welt brachte ihm kein Glück.

Fern der Heimat in einer neuen Welt war Marian, mit seiner ruhigen Art, der Erste der die Sprache der dort lebenden Skraelinger lernte. Und so kam es, dass er lange bevor der Zwist zwischen den Eingeborenen und den Europäern ausbrach, von ihnen lernte.

Er lernte die Gaben der Natur zu schätzen wie kein anderer und den Bogen zu spannen, wie es sonst nur die schlitzäugigen Krieger ferner Steppen zu tun pflegen. Er lernte sich lautlos durch die Wälder zu bewegen und die Zeichen seiner Umgebung wahrzunehmen.

Trotz seiner Bemühungen den Frieden zwischen den Völkern zu wahren, kam es schließlich zum Bruch mit den Skraelingern. Und trotz ihrer überlegenen Waffen, konnten die Wikinger nicht gegen die Übermacht der Einheimischen bestehen.

Hunger und Krankheit trieben die wenigen Überlebenden wieder zurück nach Grönland, doch dort wartete eine böse Überraschung auf sie. Im Streit um das wenige fruchtbare Land, hatten sich die Familien gegenseitig ausgelöscht und übrig blieb nur die Trauer in den Herzen der Heimkehrer. Auf der Suche nach ihren letzten Verwandten in Europa, traf er schließlich auf Harbardson.

Nun liegt es nur nahe, dass er in der familiären Gemeinschaft der Abtrünnigen sein neues Zuhause fand. Dabei ist Marian als meisterhafter Schütze und versierter Fährtenleser ein geschätztes und wichtiges Mitglied der Truppe geworden.

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