Habu


Habus Geschichte ist ein trauriges Beispiel der frühen Christianisierung Nordeuropas. Im Zuge der Zwangstaufe ihrer kompletten Siedlung, hielten auch Bräuche wie die Kreuzigung und die Zwangsheirat Einzug. So erlangte der arrogante Knut, mit dem sie als freie Frau niemals eine Verbindung eingegangen wäre, die Möglichkeit sie allein aufgrund seines Reichtums zu heiraten.

Nach den neuen Bräuchen hatte sie sich ihrem Mann unterzuordnen und seinem Wort zu folgen. Da Habu, als Sturkopf geboren und aufgewachsen, gewohnt war ihren eigenen Willen zu haben und durchzusetzen, kam es sehr schnell zu Konflikten innerhalb dieser arrangierten Ehe.

Auf der Flucht vor Missbrauch und Gewalt, die sie nicht bis der Tode sie schied erfahren wollte, gelangte sie über dunkle Pfade schließlich um das Jahr 1027 nach Liubice. Auf der Suche nach einem Nachtlager, traf Habu am Rande der Stadtmauern schließlich auf die Gruppe der gefürchteten Abtrünnigen. Wo andere vor Angst erstarrten und jeglichen Kontakt vermeiden wollten, war Habu stets diejenige, die eine gewisse Faszination für diese rauen und gefährlichen Wikinger besaß.

Nicht feige forderte sie kurzerhand einen der Abtrünnigen zum Kampf heraus um zu beweisen, dass in ihr mehr steckte als eine Hausfrau, die sie bis zu diesem Zeitpunkt war. Nicht siegreich, aber dennoch Eindruck hinterlassend, ging sie aus diesem Kampf hervor. Und diesen Eindruck bestätigt sie bis heute Tag für Tag, sei es in der Schlacht oder beim Kochen über dem Feuer, was sie seitdem zu einem festen Bestandteil der Abtrünnigen macht.

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