Marschlied der Abtrünnigen

Die Arbeit erledigt, wir ziehen von dannen
Ein neuer Herr wartet, er braucht gute Mannen
Der letzte Dienst hat uns schon viel Geld gebracht
Sie zahlen uns gut, auch wenn man uns veracht‘

Rauschende Banner, Rüstung und Wehr
Bei Trommeln und Hörnern vereint sich das Heer
Ab in den Süden, nach Mailand sodann
Auf dass man die Fremden das Fürchten lehr’n kann

Wieder ziehen wir aus, wieder raus in die Welt
Kein Herr, kein Gesetz, keine Pflicht, die uns hält
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit

Kaum graut der Morgen, dort im fremden Land
Steh’n Felder und Hütten und Türme in Brand
Der abtrünnig‘ Haufen sein Handwerk versteht
Und ohne viel Beute nicht ein Tag vergeht

Nach dreier Monden in Rüstung und Wehr
Der Feind ist zerschlagen und zittert nun schwer
Der Herr ist uns dankbar, empfiehlt uns sogleich
Marschiert nur nach Frankreich, dort verdient sich’s leicht

Wieder ziehen wir aus, wieder raus in die Welt
Kein Herr, kein Gesetz, keine Pflicht, die uns hält
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit

Zweitausend Mannen, Weiber und Tross
Zieh’n unter der Lilie vor’s Frankenschloss
Die Englischen haben schon Stellung genommen
In singenden Schwärmen die Pfeile nun kommen
Am Ende des Tages noch dreihundert Mann
Mit Schrecken und Wunden dem Feinde entkam’
Und wir war’n bei ihnen in all‘ diesem Graus
Doch bald ziehen wir auf zur Rache hinaus

Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit
Mit dem Schwert in der Hand und dem Freund an der Seit‘
Ist kein Tun zu nieder und kein Weg zu weit

Text von Axel Kölbl

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